letztes Update: Dez. 2011

Unser UNIMOG
 

 REISEBERICHT ISLAND  

 REISEBERICHT TUNESIEN 

   
 


 VIDEO - Wüstenfahrt

   

 

Wohnmobil - Baujahr 1990  
200 PS - Turbo -  6,95t
1300L - U 435
 


Farbton ist Originalbeige für
Wehrmachtsfahrzeuge ab 1943,
mehr matt als seidenmatt und leicht
mit der Rolle zu lackieren.

Zu erhalten bei mir:  www.wehrmachtsgespann.de 


Technik und Reisen sind meine Hobbys
Hans-Peter

 

Es ist nicht so, dass er immer schon mein Traum war, der Unimog, aber irgendwann kam ich einfach nicht darum herum mir einen zuzulegen.

Fahr ich doch seit etlichen Jahren mit meinem alten Wehrmachtsgespann von 1943, einer Zündapp KS 750,  durch die Welt, immer den Vorteil gegenüber den normalen Motorradfahrern eines Seitenwagenantriebs, eines unendlich großen Bootes für Gepäck und einer sicheren zuverlässigen Technik, die im Notfall auch leicht repariert werden kann. So zeigten sich doch nach meiner Saharafahrt mit dem alten Gerümpel in 2010,  dass diese Fahrzeuge Grenzen in der Geländegängigkeit haben.
Als wir das erste Mal nach Island fuhren, voll gepackt mit 100 kg Aldi im Seitenwagen, belächelten uns die anderen mit ihren modernen Yamihondasuki- Geländemotorrädern an der Fähre.
Das änderte sich dann aber, als wir sie entspannt auf den langen Sandstrecken wieder ein- und überholten oder beim gemeinsamen Biwak am Abend unsere Plane vom Seitenwagen zogen und ein mehrgängiges Menü zusammen stellten, während sie verbissen versuchten, ihr Tütensuppe auf einem Esbitkocher zu erwärmen.

 


Wer sich jetzt fragt, wieso die KS 750 eine andere Farbe hat als der Unimog, das hier ist Afrikabeige.
Zwei von den sechs KS 750 blieben in einer großen Düne hängen.
Drei Stunden harte Arbeit. Manpower! Da fehlte einfach der Unimog als Begleitfahrzeug.

 

 

Das Wehrmachtsgespann ist mir bis heute ein treuer Weggefährte bei vielen Reisen. Und wenn ich reise dann reise ich zumeist offroad.

Australien im Outback bei mehr als 40°, im Rainforest  der seinem Namen alle Ehre machte, viel Wald und noch mehr Regen oder zur Kristallrally nach Norwegen, wo dann das morgendliche Starten der Motorräder bei so um die minus 30° Grad ein riesiges Problem wurde, um den Motor zum Leben zu erwecken - allerdings nur für die anderen, nicht für unsere dafür gebauten Wehrmachtgespanne.
Da reichten ein paar Tritte und der Motor lief und übertönte mit seinem Getucker das Fluchen und Beten der verzweifelten Yamihondasuki-Fahrer, die uns nur neidvoll hinter herschauen konnten während sie ihren müden Batterien nur traurige Laute abwürgten.

Zugegeben, auf der Autobahn wäre ich manchmal gerne so schnell wie eine Yamihondasuki gewesen und ich blickte neidisch den vorbeiflitzenden Geräten hinterher. Aber jedes Ding hat nun mal mindestens zwei Seiten.

 


 


 

Australien - hast Du auch schon vermutet?
Das Vieh haben die Kumpel vom Wegesrand aufgelesen und mir aufs Boot gelegt, um mir zu zeigen, dass man diese Tierchen nicht umfahren sollte, da sie etwas sehr groß sind.
 

Einer unserer Schlafplätze in den Pyrenäen so auf 1800 Meter Höhe. Nur über prima Geländewege zu erreichen. Es ist erlaubt dort zu fahren, da sich dort in der Nähe ein Bergrestaurant befindet.
Seit 20 Jahren fahren wir jedes Jahr dort unsere Runde.
 

 

Einen Willys Jeep für ums Dorf und im Feld zu fahren hatten wir bereits. Aber der war nichts fürs Reisen. Eine Fahrt in die Pyrenäen zeigte zwar eine begeisternde Geländetauglichkeit, aber er hat einfach keinen Platz um Gepäck mitzunehmen.

Deshalb wurde der Fuhrpark durch einen Volvo Lappländer ergänzt.

Auch hier gab es etliche schöne Fahrten mit.

Island, Norwegen, Pyrenäen und immer schön im dicksten Gelände, wo es auch richtig Spaß machte mit einem Geländewagen zu fahren.

Aber der Wagen war etwas eng auf Dauer um auch darin zu schlafen.
Da ich gerne mein Weib Conny auf Fahrten mitnehme fehlte auf Dauer der Mindest-Komfort den Conny erwartet.

Ein gutes Bett und ein Klöchen sollte er schon haben, sagte sie.

Allrad, mindestens 1m Wattiefe und wüstentauglich, meinte ich!

Was gibt es da noch für eine Auswahl?
Ein UNIMOG musste her.

 

Mit dem Willys in den Pyrenäen

 

Informationen + Bücher
 zu den Wehrmachtsgespannen
Zündapp KS 750 + BMW R75

 Reiseberichte - Videoclips
Hier zur Auswahl

 

Island- Eldgja-Spalte.
Wir hatten den Fluss am Abend zuvor durchfahren und auf der anderen Seite übernachtet.
Der Franzose hatte den direkten Weg zu uns gewählt.
Aber das war nicht der Weg den wir genommen hatten. 
So ergab sich ein Fall für den Einsatz von Lappis Motorwinde.
Allerdings mussten wir unseren Volvo vorn eingraben, da er sich zum Rover zog und nicht den aufgeweichten Rover aus dem Wasser. Aber wir zerrten ihn an Land, den  Wassergefüllten Rover. Für den Franzmann war  am 2. Tag seine Reise zu Ende.
Soviel Wasser konnte sein Auto nun wirklich nicht vertragen.
Er hatte keinerlei Fahrerfahrung und konnte sie auch
hier in Island nicht mehr sammeln.
Verkaufe meinen Volvo Lappländer.
Mehr Infos hier

Der Kauf

Die Vebeg bot nichts vernünftiges zum Verkauf an. Im Frühjahr 2011 wurde dann eine Rundfahrt durchs Rheinland bis in die Niederlande unternommen zu den verschiedensten Händlern, die sich alle reichhaltig mit den Unimogs der BW und in gewünschter Sani Ausführung eingedeckt hatten.
Es waren wohl eine Menge vom Bund verkauft worden und so standen etliche gute U 1300L und besonders auch einige mit dem 100 KW Turbo-Motor und dem verstärkten Getriebe zum Verkauf an. Auch die Preise waren jetzt im Winter günstig. Ich fand einen, der alles das hatte was ich wollte und er lag im EK noch ein Stück unter 15.000 Euro. Eine gründliche Durchsicht ergab: vor 5 Jahren werksüberholt bei Mercedes, neue Spurstangen, Bremsleitungen und etliches anderes, wo sogar noch die Ersatzteilaufkleber drauf waren.
Also rote Nummer besorgt, Probe gefahren und gekauft.

 


 

 

 

Der Unimog der BW
Angekommen an seinem neuem Standort.

 

Nach dem Umbau zum Wohnmobil

 

Nun konnte der Aufbau zum Wohnmobil beginnen.

Angesagt waren:

1. 
Motorradbühne für eine Enduro hinten. Hoch genug um den Böschungswinkel nicht zu verändern.
Ich fahr nun mal gerne Motorrad und will auch nicht um die Gegend zu erkunden immer mit Motzi los. So tauften wir ihn unseren Unimog, er ist schließlich ein Familienmitglied und bekommt deshalb auch einen Namen.

2.
Ein Durchgang nach vorn muss sein.

3.
Ein kleines Bad mit WC und warmer Dusche. Damit Conny mir auch weiterhin in der Küche dienlich ist.

4.
Küche mit Kompressorkühlschrank, Kochplatte und Spüle.

5.
Ein schönes großes Doppelbett, 130 x 210

6. Bequeme Sitzgelegenheit und ein ausreichend großer Tisch.

Wände isoliert, Fenster, Tür, Treppe, Beleuchtung, Gasversorgung, Heizung, Elektrik, 220V 12V + 24V, Ladegerät, Konverter, sowie 2 getrennte Wassertanks, einen nur für 100% Trinkwasser der andere für Wasser, Schränke, Tropendach, sechs Sandbretter, Winde, Funkgerät, Navi, Dachgepäckträger und der übliche Kram, der eben zu einem richtigen Off-road-Fahrzeug dazugehört.

Das Dach hab ich nicht höher gesetzt, da ich nicht die Absicht habe im Wohnteil einher zu rennen. Ich will mit Motzi fahren und nicht in ihm selbst umherwandern.
Der Küchentrakt wurde entsprechend niedriger gestaltet, sodass er bequem von einen Hocker bedient werden kann. Conny ist damit zufrieden.
Das Sitzen ist überall bequem, sogar auf der Toilette und vor dem Waschbecken. Stehen kann ich nur in den beiden geöffneten Lucken. Das reicht fürs Anziehen. Ansonsten sitz ich in meinem Wohnteil.
Ich bin erstaunt, jetzt wo ich alles fertig habe, wie viel Platz der BW Koffer bietet.

Die hinteren Türen habe ich entfernt und dort eine stabile Gitterwand eingesetzt. Das Reserverad und der Motorradlift sind daran befestigt.

Um die Reichweite zu erhöhen habe ich das Reserverad nach hinten und an seiner Stelle dort vorn einen 130 Liter MAN Tank eingebaut.
Plus 5x 20L Kanister Diesel ergibt das 390 Liter. Ein 20l Kanister mit Benzin für das Motorrad

Eine E-Winch mit entsprechend gefertigter Adapterplatte vorn angebracht.

Die Reifen wurden nach der Islandfahrt ersetzt durch breite Michelin 14,5x20.

Der TÜV war kein Problem und so ist das Gerät nach drei Monaten intensiver Arbeit nun fertig.

Arbeitszeit mit Hilfe von zwei Freunden ca. 400 Stunden.

Für viele ist dies ein sehr kurze Zeit. Ich möchte deshalb darauf hinweisen, dass ich alle Möglichkeiten für Metallarbeiten wie auch für den Innenausbau habe und dies nicht mein erstes Wohnmobil ist was ich selbst ausbaute.

Materialeinsatz für alles an Zubehör was ich verbaut habe, ohne neue Reifen, ca. 6.000 Euro.

Die Anmeldung hat stattgefunden und ein
passendes Kennzeichen wurde mir zugeteilt: VIE-U 435

.


 

 


 


 

Rückansicht mit Reserverad und Motorradbühne.
Die Bühne steht nur ca. 55cm vor und ist abnehmbar.

 

Unter dem Tritt zum Fahrerhausdurchgang sitzen
 die beiden 12Volt Batterien für den Koffer
.

 

Sicht zum Fahrerhaus, Schiebtür verschließt den Durchgang.
Alles in leichtem wasserfestem Sperrholz gebaut. Will ja nicht, dass bei Überflutungen des Wohnraums Spanplatten sich auflösen.
 

Sicht vom Fahrerhaus nach hinten bei geöffneter Schiebtür.
Ein paar bessere Sitze mit gutem Seitenhalt
 haben wir uns auch eingebaut.
Mit Schwingsitzen hatte ich keine gute Erfahrung.

 

Sitzbänke und Tisch  für 4 Personen. Alles eigener Ausbau.
Wände zusätzlich mit Kork isoliert

 

"Badezimmer" im Koffer vorn links hinter dem Fahrer. Kassettentoilette mit Wasserspülung, Handwaschbecken
und Innen-Außendusche.
 

Der Tisch kann verschoben
und die Sitzbank zu einem Bett  ausgezogen werden.
Ergibt dann ein Bett von 210x135
Das kleine Fenster ist extra so niedrig angesetzt, um aus dem Bett eine schöne Aussicht zu haben.

 

Aufbau der Enduro Maschine. Eine Yamaha XT125.
Zum Bauen des Liftes habe ich die Gleitschienen der Krankentragen verwendet.
Auf und Ab geht über eine E-Winde.
Auch  das Reserverad kann damit gehoben werden.

 

Mit Sandblechen und Zusatztank

Unser Motto:

 Lieber mit dem Unimog durch die Wüste als mit dem Porsche zum Golfplatz


Unsere Hobbys und Vorlieben

Reisen mit Motorrad und Geländewagen
Nette Kontakte die uns aber auch nicht die Bude einlaufen.
Gutes Essen und einen guten Wein dazu.
Anregende Gespräche die auch
die Meinung des anderen akzeptiert.
Freie Sicht ohne riesige Ansammlungen
von Häusern und Menschenmassen.
Ein gutes Buch.
 Jazz, Rock und Pop der guten Zeit auch laut gehört.
In der Natur schonend sich zu bewegen.
Andere aus Flüssen ziehen oder über Dünen zu zerren,
 selbst aber nicht darin stecken zu bleiben.
Den Begriff - ich habe keine Zeit- nicht zu kennen.
Abenteuer zu erleben und deren Risiken zu kalkulieren.
Zu leben ohne zu protzen und doch Unimog fahren.

 



Wir
Conny + Peter

Standort: Viersen/Rheinland

 

Was wir nicht mögen.

Fanatiker die uns überzeugen wollen
Kirchenbesichtigungen
Intoleranz
Ewige Besserwisser
Politische Rechthaber
Leute die- mir fehlt einfach die Zeit- sagen.
Mitfahrer die meinen, dass ich ihre Wanderbaustelle repariere.
 Leute die nur über Technik reden.
Menschen die Fremdworte benutzen
und mir diese sofort übersetzen.
Psychopathen  - Blödmänner - die mir glauben,
 dass ich keine Fehler hätte.
Menschen ohne Humor.
Hunde die gegen meine Reifen pinkeln.

Wir, Conny und ich, freuen uns immer Gleichgesinnte zu treffen.

 hph130750@aol.com

Sprachen sind nicht unser Problem: Deutsch - English – Francais  -  Po polsku

 

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